Die moderne Labormedizin – unverzichtbar im medizinischen Alltag

Das Zentrallaboratorium und das Zentrum für Diagnostik sind ein sich kontinuierlich anpassender, wirtschaftlicher und moderner Dienstleistungsbetrieb für qualitativ hochstehende Labordiagnostik und Klinische Mikrobiologie. Die zentrale Einrichtung stellt die labormedizinische Versorgung aller stationären und ambulanten Patienten des Städtischen Krankenhauses Kiel sicher und leistet damit einen Beitrag zur mittelbaren Krankenversorgung.

Das Zentrallaboratorium untergliedert sich in folgende Arbeitsbereiche:

  • Immunhämatologie und Blutproduktedepot
  • Klinische Chemie und Immunchemie
  • Hämatologie und  Hämostaseologie
  • Autoimmunität/ Immunologie
  • Infektionsdiagnostik
  • Medizinische Mikrobiologie
  • Hygiene

Ein motiviertes Team aus Fachärzten und hochkompetenten Mitarbeitern unterstützt Sie, präzise und schnell Diagnosen zu stellen. Alle Befunde werden  durch labormedizinische und klinisch mikrobiologische Spezialisten medizinisch geprüft und – bei Bedarf – individuell beurteilt. Neben der konsiliarischen Beratung werden alle Analysen unter Berücksichtigung der evidenzbasierten Labordiagnostik durchgeführt. Die Patienten und einsendenden Ärzte stehen im Mittelpunkt unserer Leistungen.

Diagnostische Qualität keyboard_arrow_down

Das Zentrallaboratorium wurde als eines der ersten Krankenhauslaboratorien  Deutschlands erstmalig 2000 akkreditiert sowie mehrfach reakkrediert und arbeitet streng nach den Akkreditierungsnormen  DIN ISO/ IEC17025 bzw. DIN EN 15189, deren Anwendung intern als auch extern regelmäßig geprüft wird.

Die Analytik aller Fachbereiche wird kontinuierlich entsprechend den aktuellen Richtlinien der Bundesärztekammer (RILIBÄK) durch interne und externe Qualitätskontrollen geprüft.

  • Zusätzlich werden alle nicht-zertifikationspflichtigen Parameter in Anlehnung an die Richtlinien kontrolliert.
  • Die Teilnahme an den externen Qualitätskontrollen (Ringversuche) erfolgt bei nationalen Ringversuchsorganisationen wie INSTAND und DGKL.

Des Weiteren führt das Zentrallaboratorium, auch über den von der Bundesärztekammer vorgeschriebenen Umfang hinaus, interne und externe Qualitätskontrollen durch. Die Messmethoden werden streng nach der klinischen Relevanz und entsprechend Ihrer Fragestellung ausgewählt.

Leistungsspektrum keyboard_arrow_down

Das Zentrallaboratorium umfasst verschiedene Kompetenzbereiche einschließlich der Notfalldiagnostik

  • Immunhämatologie inklusive Blutproduktedepot
  • Klinische Chemie und Immunchemie  z. B. Schilddrüsenuntersuchungen, Tumor­marker, Hormone, Medikamentenspiegel und Drogenscreening
  • Infektionsdiagnostik
  • Hämatologie/Gerinnung z. B. Blutzellzählung, Blutzelldifferenzierung, Untersuchungen zur Blutungsstillung
  • Liquordiagnostik
  • Urinproteindiagnostik
  • Autoimmunität
  • Klinische Mikrobiologie (Bakteriologie, Mykologie, Parasitologie, Molekularbiologie)
  • Hygiene

Das Leistungsangebot beinhaltet darüber hinaus

  • Beratung über die Indikationen laboratoriumsmedizinischer Untersuchungsverfahren
  • deren Referenzbereiche bzw. therapeutischen Bereiche
  • ihre klinische und methodische Wertigkeit sowie
  • die Interpretation der Analysenergebnisse einschließlich der differentialdiagnostischen Bedeutung.

Mehr als 300 verschiedene Bestimmungen werden durchgeführt. Ca. 40 medizinisch-technische Assistentinnen bearbeiten jährlich mehr als 1,3 Millionen Patientenanalysen. Sie werden unterstützt durch modernste, vollselektive Analysenautomaten, die eine hohe analytische Qualität gewährleisten. Das Zentrallaboratorium arbeitet 24 Stunden an 7 Tagen.

Hygienemanagement keyboard_arrow_down

Infektionen und die zunehmenden Resistenzen gegenüber Antibiotika bei bestimmten Krankheitserregern (Stichworte: MRSA oder ESBL) stellen weltweit eine große Herausforderung für alle Einrichtungen des Gesundheitswesens dar.

Vor diesem Hintergrund zielt das Hygienemanagement des Städtischen Krankenhauses Kiel darauf ab, präventiv Besiedelungen und Infektionen durch hygienerelevante Keime zu bekämpfen. Entsprechend der RKI-Empfehlungen wird bei Patienten mit bestimmten Risiken  ein MRSA-Screening bei Aufnahme durchgeführt, welches gleichzeitig auch andere multiresistente Erreger erfasst, um frühzeitig Maßnahmen zur Sicherung aller Patienten ergreifen zu können.

Der Leiter der Stabsstelle Hygienemanagement sowie die Hygienefachkräfte arbeiten hierzu in Abstimmung mit der bereichsübergreifenden Hygienekommission und allen relevanten Krankenhausbereichen zusammen. Jede Abteilung hat als Ansprechpartner darüber hinaus einen eigenen hygienebeauftragten Arzt und jede Station eine hygienebeauftragte Pflegekraft.

Neben der Erarbeitung und Aktualisierung von verbindlichen Hygienestandards auf Basis der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts sind Schulungsmaßnahmen, Hygienebegehungen und -beratungen, Auswertungen von Erregerresistenzen sowie die Festlegung der internen Antibiotika-Richtlinien klinischer Alltag.

Als präventive Maßnahme wird v. a. die Händedesinfektion intensiv propagiert und geschult. Durch die Teilnahme an der bundesweiten Kampagne „Aktion saubere Hände“ können wir unsere eigenen Daten mit den Bundesdaten vergleichen und unsere eigene Arbeit ständig verbessern.

Das Städtische Krankenhaus Kiel ist im Gesundheitswesen natürlich nicht isoliert und in ständigem Austausch mit anderen Gesundheitseinrichtungen und auch mit Pflegeheimen. Wir begreifen Hygiene deshalb als interdisziplinäre Aufgabe und haben gemeinsam mit dem Amt für Gesundheit in Kiel den Kieler Arbeitskreis „MRE“ (multiresistente Erreger) gegründet. Zusammen mit anderen Kliniken und auch mit der Feuerwehr haben wir gemeinsame Regeln für den Krankentransport zwischen den Häusern und den Umgang mit multiresistenten Keimen erstellt. Die in Kiel gültigen Dokumente finden Sie unter folgendem Link: http://www.kiel.de/leben/gesundheit/infektionsschutz/arbeitsgemeinschaft_mre/index.php

Wir stellen uns der täglichen Herausforderung, um Sie vor den Gefahren durch pathogene Keime zu beschirmen .Wenn Sie als Patient oder Gast in unserem Haus sind, freuen wir uns, wenn Sie ebenfalls beim Betreten der Klinik und der Wartezimmer die Wandspender zur hygienischen Desinfektion nutzen. Damit können Sie helfen und einen Beitrag zur Hygiene leisten.

Kontakt & Informationen

Sekretariat:
Kristin Hoops
Tel.: 0431 1697-2301
Fax:0431 1697-2302
kristin.hoops@krankenhaus-kiel.de

Leitende Hygienefachkraft:
Marion Wilhelm
Tel.: 0431 1697-4410
marion.wilhelm@krankenhaus-kiel.de

Team keyboard_arrow_down

Simone Schulze

Dr. Simone Schulze

Chefärztin


Lennard Roggenbuck

Dr. Lennard Roggenbuck

Leitender Oberarzt


local_phone 0431 1697-2304

Michael Siemann

Dr. Michael Siemann

Oberarzt Mikrobiologie

Hygienemanagement


local_phone 0431 1697-2104

Fachärzte & MTLA

Sabine Bethge

Fachärztin für Transfusionsmedizin

Dr. rer. nat. Torsten Lammers

Facharzt für Laboratoriumsmedizin

Heiderose Sarnow

Leitende MTLA

Patienteninformationen keyboard_arrow_down

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Sekretariat.

IGeL

Als IGeL bezeichnet man individuelle Gesundheitsleistungen für gesetzlich Versicherte zur Früherkennung von Krankheiten, die nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung gehören, dennoch von Patienten nachgefragt werden, ärztlich empfehlenswert oder aufgrund des Patientenwunsches ärztlich vertretbar sind. Sie werden privatärztlich erbracht.

Allgemeiner Laborcheck

Im Rahmen der Kassenleistung ist nur in zweijährigem Abstand ein Laborcheck möglich. Ein Intervallcheck umfasst die Bestimmung von Blutsenkung, großem Blutbild, Leber- und Nierenwerten, Harnsäure, Blutfetten und Urinstatus.

Abschätzung des Arteriosklerose- und des Thromboserisikos

Die Arteriosklerose (Arterienverkalkung) stellt die häufigste Zivilisationskrankheit dar und erhöht insbesondere das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Die Arteriosklerose kann vielfältige Ursachen haben, es gibt jedoch Laboruntersuchungen, die zur Risikoabschätzung beitragen können. 

Frühzeitige Arteriosklerose und erhöhte Thromboseneigung haben häufig eine genetische (angeborene) Grundlage. Bei gehäuften Erkrankungen in der eigenen Familie (Eltern, Geschwister) macht es Sinn, sich im Labor auf die gängigsten Ursachen hin untersuchen zu lassen, insbesondere in bestimmten Risikosituationen, z. B. vor langen Flugreisen, chirurgischen Eingriffen, bei Krampfadern, Schwangerschaft/Wochenbett oder der Einnahme von Verhütungsmitteln.

Metabolic Balance

Metabolic Balance ist ein Stoffwechselprogramm zur Gewichtsregulation – entwickelt von Ärzten und Ernährungswissenschaftlern. Wir führen die Blutentnahme und Analyse der Blutwerte durch. 

Nutrogramm

Das Nutrogramm erlaubt eine gezielte Analyse der Ernährungssituation.

Prostatalaborcheck für Männer im Alter von 50-70 Jahren

Die Bestimmung von sogenannten Tumormarkern als Suchtest ist möglich, im Allgemeinen aber wenig sinnvoll. Eine Ausnahme macht die PSA-Bestimmung, die mit hoher Empfindlichkeit im Blut ein Eiweiß nachweist, das bei Prostatakrebs vermehrt gebildet wird. 

AIDS- bzw. HIV-Test bei Personen außerhalb der Risikogruppen

Es gibt Situationen, wo die Anwort „HIV-negativ“ sehr beruhigend ist. In „akuten“ Situationen kann nur die Ausgangssituation festgehalten werden, und der Test muss nach 3-4 Wochen wiederholt werden.

Weitere Untersuchungen

  • Bestimmung der Blutgruppe und Ausstellen eines Blutgruppenpasses
  • Feststellung von Schutztitern nach Impfungen z. B. Hepatitis bei Fernreisen, Röteln u. a.
  • Schilddrüsenfunktion
  • Drogentests (bei positivem Ergebnis Weiterleitung zum Bestätigungstest)
  • Über unser angeschlossenes MVZkönnen Laborleistungen auch mit einem kassenärztlichen Überweisungsschein erbracht werden.