Wechsel in der Leitung Abteilung Unfallchirurgie – neue OP-Techniken

Gebäudeaufnahme von Haus 7 des Städtischen Krankenhauses in Kiel.

Dr. Martin Weber wird zum 1. Oktober die Leitung der Unfallchirurgischen Abteilung im Städtischen Krankenhaus Kiel übernehmen. Der 44-jährige Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Zusatzbezeichnung „Spezielle Unfallchirurgie“ löst damit den bisherigen langjährigen Leiter Dr. Jens Drost nach erfolgreicher Aufbauarbeit ab. Dr. Weber ist seit Juli letzten Jahres als Oberarzt in der Unfallchirurgie tätig. Der gebürtige Mainzer war zuvor an verschiedenen Kliniken des Rhein-Main-Gebietes tätig, unter anderem am Wirbelsäulenzentrum des St. Josefs-Hospitals in Wiesbaden und zuletzt als Chefarztvertreter am Diakonie-Krankenhaus in Ingelheim am Rhein.

Das operative Spektrum wird sich mit dem Wirbelsäulenspezialisten im Städtischen Krankenhaus erweitern. „Bereits im vergangen Jahr haben wir das moderne operative Spektrum der Abteilung um die Versorgung von Wirbelbrüchen mittels Zementauffüllungen und Stabilisierungen mit Schrauben-Stab-Systemen erweitern können“, erklärt der künftige Leiter. „Auch haben wir eine Vielzahl von Oberarmkopfbrüchen mit modernen Schulterprothesen versorgt“. Neben der konservativen und operativen Versorgung von Knochenbrüchen sind Eingriffe an der Wirbelsäule sowie die Implantation von Prothesen an Hüfte, Schulter und Ellenbogen sein Arbeits- und Interessenschwerpunkt.

„Die von uns verwendeten Prothesen dienen nicht nur der Knochenbruchbehandlung, sondern können auch bei verschleißbedingten Beschwerden eingesetzt werden. Dies möchten wir der Kieler Bevölkerung in Zukunft anbieten“, so Dr. Weber. Besonderen Wert lege er in jedem Fall auf das aufklärende Gespräch, in dem alle Behandlungsmöglichkeiten dargelegt und gemeinsam entschieden wird.

Trotz der Größe des Hauses sind die Wege aufgrund einer guten interdisziplinären, d.h. klinikübergreifende Zusammenarbeit kurz, was den Patienten zu Gute kommt. Ein besonders enger Kontakt besteht im Rahmen des erst kürzlich zertifizierten Zentrums für Alterstraumatologie mit der Geriatrischen Klink. „Wir können unseren Patienten, die das 70. Lebensjahr überschritten haben, unmittelbar nach der Akutphase einer Operation eine qualifizierte Weiterbehandlung mit intensiver Krankengymnastik zur Wiedererlangung der Alltagskompetenzen im Rahmen der Geriatrischen Komplexbehandlung sogar auf der gleichen Station anbieten. Das ist ein entscheidender Pluspunkt, gerade auch im Hinblick auf die Angebotserweiterung um die Versorgung von Hüft- und Schultergelenksarthrosen oder verschleißbedingter Rückenbeschwerden“.

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