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Allgemeines

In der Infektionsambulanz der 2. Medizinischen Klinik werden seit mehr als 20 Jahren Patienten mit HIV-Infektion behandelt. Dafür steht mittlerweile ein Team aus 1 Ärztin, 3 Ärzten und 2 Krankenschwestern zur Verfügung. Um eine ambulante Behandlung auch für Berufstätige zu ermöglichen, werden an zwei Wochentagen Sprechstunden auch in den Nachmittags- und frühen Abendstunden angeboten.

Leistungsspektrum der Ambulanz

In der Ambulanz werden alle zur modernen Behandlung einer HIV-Infektion notwendigen Untersuchungen durchgeführt. Die Therapie erfolgt nach den aktuellen nationalen und internationalen Leitlinien, wobei durch die große Zahl behandelter Patienten umfangreiche Erfahrungen auch bei schwierigen Therapiefragen und bei der Erkennung von Therapienebenwirkungen bestehen. Über die HIV-Infektion hinaus werden auch die bei HIV- Patienten vermehrt auftretenden Krankheiten wie z. B. Lungenentzündungen, Magen-Darminfekte, Kaposisarkome oder Lymphknotenerkrankungen diagnostiziert und therapiert.

Bei Verdacht auf eine HIV-Infektion wird die Erstdiagnostik durchgeführt und eine ausführliche Beratung angeboten.

Nach Nadelstichverletzungen oder nach Kontakt z. B. mit HIV-haltigem Blut wird eine Beratung und wenn erforderlich eine sogenannte Postexpositionsprophylaxe (PEP) angeboten.

Kooperation

Insbesondere für die Diagnostik besteht eine umfangreiche Kooperation mit den anderen Abteilungen des Krankenhauses (Labor einschl. Pathologie, Gastroenterologie, Kardiologie, Radiologie und Chirurgie) sowie der Universität (Mikrobiologie, Dermatologie, Neurologie, Psychiatrie).

Schwierige diagnostische oder therapeutische Fragen werden regelmäßig mit Kollegen anderer Schwerpunktkliniken und Praxen diskutiert.

Für die Lösung psychosozialer Fragen besteht eine enge und wichtige Zusammenarbeit mit der AIDS-Hilfe Kiel, aber auch mit anderen AIDS-Hilfen.

Forschung

Um die Behandlung der HIV-Infektion weiter zu verbessern, stehen den Patienten unserer Ambulanz seit vielen Jahren neue vielversprechende Medikamente zur Verfügung, die in Studien untersucht werden. Es findet eine enge Zusammenarbeit mit dem Robert Koch Institut in Berlin statt. Weiterhin arbeiten die Ärzte der Ambulanz an verschiedenen Veröffentlichungen zu neuen Entwicklungen bei HIV mit.

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