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Allgemein

Chefarzt Prof. Dr. Dr. Michael Kneba

Die 2. Medizinische Klinik und Poliklinik wurde in den 60ger Jahren von der Kieler Universität im Städtischen Krankenhaus gegründet. In den letzten Jahrzehnten entwickelte sich die 2. Medizinische Klinik zu einer der größten hämatologisch-onkologischen Kliniken Deutschlands. Ein zusätzlicher Schwerpunkt der Klinik ist die Behandlung der erworbenen Immunschwäche durch HIV.

Gliederung der Klinik

Die Klinik verfügt auf 4 Stationen über 120 internistische Betten. Davon befinden sich 20 Betten auf einer besonders keimarmen (HEPA-Filtration) hämatologischen Spezialstation. Im Jahr 2010 wurden in unserer Klinik insgesamt etwa 3500 Patienten stationär behandelt.

Zur 2. Medizinischen Klinik gehört mit 15 weiteren Betten das Dr.-Mildred-Scheel-Haus als Sektion für Knochenmark-, Stammzelltransplantation und zelluläre Immuntherapie.

Da die moderne Behandlung der soliden Tumoren und der Erkrankungen des Blutes überwiegend ambulant erfolgt, wurde eine große hämatologisch-onkologische Ambulanz aufgebaut, die sich wiederum in verschiedene Spezialambulanzen gliedert. In der hämatologisch-onkologischen Ambulanz wurden 2010 insgesamt 2000 Patienten behandelt.

Patienten mit einer durch HIV hervorgerufenen Immunschwäche werden in der Infektionsambulanz der Klinik behandelt, die mit etwa 450 Patienten die größte Ambulanz zur Behandlung dieses Krankheitsbildes in Schleswig-Holstein ist.

Diagnostik

In der Klinik stehen alle für die Diagnose bösartiger Organtumoren, wie Lungenkrebs, Magen-, Bauchspeicheldrüsen- und Darmkrebs sowie bösartiger Blut- und Lymphknotenerkrankungen notwendigen Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Hierzu gehören: Sonographie, CT, MRT, Blut- und Knochenmarkzytologie, Durchflusszytometrie (FACS) und verschiedene molekulargenetische Techniken.

Behandlung

Für die Behandlung stehen neben allen Standardtherapien der internistischen Onkologie auch modernste Immun- und Antikörpertherapien zur Verfügung. Zusätzlich können wir unseren Patienten in Studien die Behandlung mit einer Vielzahl aussichtsreicher, noch in der Entwicklung befindlicher Substanzen anbieten.

Forschung

Unsere Klinik arbeitet mit verschiedenen nationalen und internationalen Studiengruppen zusammen. Das Ziel ist es, neue, individuelle und effektivere Behandlungsverfahren zu entwickeln. Einen besonderen Beitrag leistet das große hämatologische Speziallabor unserer Klinik, das für verschiedene Studiengruppen die zentrale moderne Diagnostik durchführt.

Kooperation

Für die unmittelbare Diagnostik und Behandlung unserer Patienten findet in regelmäßigen Tumorkonferenzen eine Zusammenarbeit mit allen wichtigen Fachdisziplinen wie Pathologie, Radiologie, Strahlentherapie, Chirurgie und Gynäkologie statt. Weiterhin besteht eine enge Kooperation mit den Psychologen und den Sozialarbeitern des Tumorzentrums.

In der Versorgung von Patienten mit bösartigen Tumoren und Bluterkrankungen besteht eine regelmäßige Zusammenarbeit mit den Kliniken in Schleswig-Holstein sowie mit einer Vielzahl niedergelassener Hämatologen und Onkologen. Unsere Klinik ist Gründungsmitglied des Krebszentrums Nord.

Wissenschaftlich kooperiert die 2. Medizinische Klinik mit einer Vielzahl nationaler und internationaler Studiengruppen zur Verbesserung der Behandlung verschiedener Krebserkrankungen sowie bösartiger Blut- und Lymphknotenerkrankungen.

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