Allgemeines
Verfahren
Bei der Punktion eines Organs werden kleine Gewebeproben oder Zellen entnommen, um diese im Labor genau untersuchen zu können. Das Ergebnis dieser Untersuchung ist meist für die weitere Diagnostik und Therapie von entscheidender Bedeutung.
Häufig wird für eine Punktion die Computertomografie benutzt, um einen möglichst risikoarmen Zugangsweg zu finden. Alternativ kann manchmal eine Ultraschalluntersuchung eingesetzt werden. Dabei wird eine spezielle Nadel unter örtlicher Betäubung an der gewünschten Stelle im Körper platziert und ein Gewebszylinder und/oder Flüssigkeit entnommen. Nach der Punktion wird ein kleiner Wundverband angelegt.
Bei entzündlichen Verhalten (Abszessen) und anderen Flüssigkeitsansammlungen kann eine Drainage mit Hilfe von Computertomografie oder Ultraschall eingelegt werden. Das gewonnene Keimmaterial wird zur mikrobiologischen Diagnostik im Zentrallaboratorium des Städtischen Krankenhauses aufgearbeitet. Damit ist eine rasche, gezielte Antibiotika-Therapie möglich, um eine weitere Ausbreitung der Entzündung zu verhindern.
Untersuchungsbereiche
Fast jedes Organ kann punktiert werden – ob das in Ihrem Fall sinnvoll ist, entscheiden Sie mit Ihrem Radiologen.
Vorbereitung
In einem Aufklärungsgespräch, mindestens einen Tag vor dem Eingriff, erklären wir Ihnen das genaue Vorgehen. Informieren Sie dabei den Radiologen, ob Sie zur Zeit Medikamente nehmen, vor allem gerinnungshemmende Medikamente (zum Beispiel Aspirin/ASS oder Marcumar).
Für eine Punktion sind Ihre aktuellen Gerinnungswerte (Thrombozyten/Blutplättchen, Quick, PTT), bei intravenöser Kontrastmittelgabe zusätzlich das Kreatinin und die Schilddrüsenwerte (TSH, fT4, fT3) erforderlich.


