Allgemeines
Verfahren
Die Magnetresonanztomografie (MRT) gehört mit zu den modernsten Untersuchungsverfahren. Sie kann Schnittbilder in jeder gewünschten Ebene darstellen – und das ganz ohne Röntgenstrahlen. Stattdessen werden mithilfe von starken Magnetfeldern und Radiowellen Wasserstoffteilchen (Protonen) im Körper „angeregt“. Sie geben daraufhin ein Echo ab, die sogenannte „Resonanz“. Diese wird von Empfangsspulen registriert und zu einem hochpräzisen Bild verrechnet.
Während der Untersuchung, die bis zu 45 Minuten dauern kann, befinden Sie sich in einer Gantry-Öffnung. Über eine Gegensprechanlage und eine Klingel haben Sie ständigen Kontakt zur MTRA.
Untersuchungsbereiche
Mit dem MRT kann prinzipiell jede Körperregion untersucht werden. Die MRT kommt am häufigsten bei Geweben wie Gehirn, Rückenmark, Gelenken und Muskulatur zum Einsatz, aber auch viele innere Organe und Blutgefäße lassen sich hier optimal darstellen.
Da diese Untersuchungsmethode ohne Röntgenstrahlen arbeitet, setzen wir sie bei Kindern und Schwangeren bevorzugt ein.
Bei Patienten mit Herzschrittmachern, implantierten Stimulatoren oder elektronisch gesteuerten Pumpen kann die MRT in der Regel nicht angewandt werden, weil die Geräte durch die Magnetisierung funktionsunfähig werden. Bei Gefäßclips im Gehirn, einem künstlichen Innenohr oder Kunstherzklappen sind zusätzliche Informationen nötig. Bringen Sie daher, wenn vorhanden, bitte medizinische Ausweise, Arztbriefe und radiologische Voruntersuchungen mit. Endoprothesen (künstliche Gelenke) oder Platten und Schrauben nach Knochenbrüchen, Zahnfremdmaterial und Metallsplitter sitzen meist fest und behindern daher eine Untersuchung in der Regel nicht. Wenn Sie wollen, können Sie sich den Frage- und Aufklärungsbogen zum MRT ausdrucken und bereits ausgefüllt mitbringen. Dann lassen sich offene Fragen vor der Untersuchung gezielt und rasch klären.
Vorbereitung
Das Hauptmagnetfeld des MRT ist immer aktiv, tagein, tagaus. Achten Sie bitte darauf, alle Metallgegenstände in der Umkleidekabine zu lassen. Und: Magnetische Speicher, das sind zum Beispiel EC-Karten, würden durch das MRT gelöscht werden, also draußen lassen!
Aktuelle Nierenfunktionswerte (GFR und Kreatinin) sollten Sie bereits auswärts 1 bis 7 Tage vor der Untersuchung bestimmen lassen und die Ergebnisse zum Termin mitbringen. Diese Laborwerte sind wichtig, um festzulegen, ob Kontrastmittel gespritzt werden darf.
Sonstige Vorbereitungsmaßnahmen sind selten erforderlich, manchmal bei Untersuchungen des Bauches. Fragen Sie bitte bereits bei der Anmeldung danach.
Sollten Sie unter starker Klaustrophobie (Platzangst) leiden, teilen Sie uns dies bitte vor der Untersuchung mit. Dann kann meist vorab ein Beruhigungsmittel gegeben werden. Beachten Sie bitte, dass Sie danach am Untersuchungstag nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.
