Allgemeines
In der 1. Medizinischen Klinik werden insgesamt 8 Dialyseplätze vorgehalten. Pro Jahr erfolgen hier ca. 2.000 Dialysen, welche im Wesentlichen als stationäre Dialysen bei schwer erkrankten Patienten durchgeführt werden.
Das Dialyseverfahren selbst besteht in einer Reinigung des Blutes von giftigen Substanzen beim Nierenversagen. Diese sogennante Blutwäsche kann entweder über spezielle Katheter, die in die große Halsvene eingelegt sind, oder auch über sogenannte Shunts, welche operativ am Unterarm angelegt werden, erfolgen. Hier im Hause wird die HDF-Dialyse als möglichst schonende und effektive Dialyseform als Standard angeboten
Darüber hinaus verfügt die Dialyseabteilung über spezielle Dialysegeräte, welche sog. chronische Hämofiltrationen, insbesondere bei intensivpflichtigen Patienten, erlauben. Diese Verfahren kommen üblicherweise bei schwerstkranken Patienten zum Einsatz, die sich auf der Intensivstation befinden. Durch die räumliche Nähe und historische Entwicklung der Abteilung im Hause gibt es eine enge Verzahnung zwischen Intensivmedizin und Dialyseabteilung, so dass wir auch in der Lage sind, Patienten mit bedrohlichen begleitenden Krankheitsbildern mit entsprechender Sicherheit eine Dialysebehandlung anbieten zu können.
Ergänzt werden diese verschiedenen Verfahren durch Blutreinigungsverfahren, in denen auch andere Giftstoffe oder körpereigene Substanzen (Apherese) aus dem Blut filtriert werden können.
Die Dialyseabteilung der 1. Medizinischen Klinik arbeitet sehr eng mit der 4. Medizinischen Klinik des UK-SH mit dem Schwerpunkt Nephrologie zusammen und gehört zum Nephrologischen Netzwerk Kiel.

