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Informationen rund um den Neubau Westflügel am Kronshagener Weg

Die Planungen für den Neubau des Westflügels haben 2006 begonnen und sind ein Meilenstein in der Geschichte des Städtischen Krankenhauses Kiel. Medizinisch und pflegerisch bedeutet der Westflügel eine unabdingbare Investition in die Zukunft, damit Patienten weiterhin Leistungen auf einem hohen Niveau erhalten.

Der Planungs- und Genehmigungszeitraum erstreckte sich über drei Jahre. Die Investitionssumme des Gebäudes beläuft sich auf 27,2 Millionen Euro, wobei sich das Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein daran mit einem Fördervolumen von rund 20 Millionen Euro beteiligt. Das Architekturbüro TMK aus Düsseldorf hat den Neubau geplant und entworfen.

Modernisierungsbedarf besteht vor allem in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, die im Westflügel mit 56 Betten + 2 Eltern/Kind-Zimmern neue Räumlichkeiten finden wird und zudem durch einen kurzen Verbindungsweg der Station für Neugeborene und Intensivmedizin direkt an die Entbindungsstation der Frauenklinik angeschlossen ist. Für Mütter, deren Kinder nach der Entbindung in der Kinderklinik medizinisch versorgt werden müssen, ein enormer Vorteil, keine weiten Wege gehen zu müssen.

Die internistische und operative Intensivmedizin, die Geriatrische Klinik mit der Gerontopsychiatrie sowie diverse Funktionsräume werden sich ab Juni 2013 im Westflügel befinden und, was Ausstattung und Technik angeht, dem modernsten Stand entsprechen.

Spatenstich Westflügel

Sockelgeschoss

Hier befinden sich vor allem neue Funktionsräume der Pathologie, die direkt mit den Räumlichkeiten des Zentrallabors im Sockelgeschoss des Hauptgebäudes verbunden sind. Diverse technische Versorgungsräume, zentrale Umkleiden und Lagerräume sind hier ebenfalls vorgesehen.

Erdgeschoss

Im Erdgeschoss wird sich künftig die internistische Intensivmedizin befinden und zwar in direkter Anbindung zur Internistischen Aufnahmestation und dem Herzkatherlabor sowie der Chest Pain Unit (Brustschmerzambulanz), d. h. auch hier kurze Wege zum Vorteil des Patienten, da eine extrem schnelle Versorgung gewährleistet wird. Konkret befinden sich im Erdgeschoss 14 internistische Betten für Intensivtherapie sowie 6 sog. Intermediate-Care-Betten für Patienten, die einer intensiveren Überwachung bedürfen. Es gibt weiterhin 8 Dialyseplätze mit 2 Einbettzimmern für Patienten, die isoliert liegen müssen und 6 2-Bett-Zimmer. Darüber hinaus befinden sich auf dieser Ebene Funktionsräume, Ärztezimmer, Aufenthaltsräume, Besucherzimmer, Räume für Lager und Technik.

1. Obergeschoss

Hier wird die neue operative Intensivstation in direkter Anbindung zu den 2008 erweiterten Operationsräumen eingerichtet mit 8 Intensivtherapieplätzen und 8 Intermediate-Care-Betten.

Auf dieser Ebene wird ebenso die Station für Neugeborene und Intensivmedizin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in direkter Anbindung zum Kreißsaal der Frauenklinik und zur Wochenstation errichtet. Die räumliche Nähe beider Kliniken bedeutet eine optimale Versorgung der kranken Früh- und Neugeborenen. Jederzeit wird ein sehr enger Eltern-Kind-Kontakt ermöglicht.

Der Kreißsaal liegt direkt am OP, d. h. für Kaiserschnittentbindungen eine ideale Lage. Dabei bleibt der OP gleichzeitig in unmittelbarer Nähe der operativen Intensivstation und verfügt über eine eigene Anbindung zwischen Westflügel und Aufwachraum. Insgesamt ein hervorragendes Konzept, weil durch enorm kurze Wege – es sind keine Treppen und Aufzüge notwendig – eine optimale Versorgung der Patienten sichergestellt wird.

Auch in diesem Geschoss gibt es Isolationszimmer für Patienten, bei denen eine Einzelbelegung erforderlich ist. Darüber hinaus gibt es Funktionsräume, einen Medikamentenraum, Gerätelager, Aufenthaltsräume, Lagerräume und Dienstzimmer.

2. Obergeschoss

36 Betten der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sind hier geplant. Es gibt sowohl 2-Bett-Zimmer als auch zwei Einzelzimmer. Für Säuglinge gibt es gesondert vier 2-Bett-Zimmer. Darüber hinaus befinden sich hier – wie auf allen anderen Geschossen – ebenfalls Funktionsräume, Dienstzimmer, Aufenthaltsräume, Lagerräume und Räumlichkeiten für die Technik.

3. Obergeschoss

Die Geriatrische Klinik, derzeit im Klinikgebäude, Haus 3, untergebracht, dass sich an der Metzstraße und dem Hasseldieksdammer Weg befindet, soll mit Fertigstellung des Westflügels im 3. OG um 22 Betten für die Gerontopsychiatrie erweitert werden. Dies ist geplant in Kooperation mit dem Zentrum für Integrative Psychiatrie (ZIP) des UKSH. Darüber hinaus gibt es verschiedene Funktionsräume, Aufenthaltsräume, Arztzimmer, einen großen Patientenaufenthaltsraum mit Küche und wiederum Räume für Lager und Technik. Es besteht eine direkte Anbindung zum Haupthaus.

Der Neubau bietet die Option, je nach Bedarf das Gebäude um weitere Stockwerke zu erweitern.