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25 Jahre Chirurgie, Anästhesie und Frauenklinik – bis heute wurden im Städtischen Krankenhaus rund 48.000 Kinder geboren

Die Frauenklinik, die Chirurgische Klinik und die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin der Städtischen Krankenhaus Kiel GmbH bestehen in 2013 mit der Einweihung des Neubaus in Chemnitzstraße 1988 genau 25 Jahre. Während die Chirurgische Klinik, die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin schon im Juni ihre Tätigkeit aufnehmen konnten, öffnete die Frauenklinik am 1. Dezember am 1. Dezember 1988 ihre Türen.

In den letzten 25 Jahren sind rund 48.000 Kinder im Kreißsaal der Frauenklinik zur Welt gekommen. Das leichteste Baby wog 490 Gramm, das schwerste Baby 5680 Gramm. Interessanterweise lassen sich gesamtgesellschaftliche Trends und Strukturen auch in den statistischen Zahlen der Frauenklinik ableiten. Die Altersverteilung sah 1989 bei der Geburt wie folgt aus:  Es gab ein Übergewicht der 16- bis 29-Jährigen Mütter mit 56%, während Mütter bei Geburt des Kindes über 40 Jahren mit lediglich 0,75% vertreten waren.

Im Vergleich dazu die Zahlen im Jahr 2013: Die 16-29jährigen Mütter hatten einen Anteil von lediglich 14,3% und die Schwangeren zwischen 30 und 35 Jahren stellten mit 38 % den größten Anteil der Gebärenden dar. Immerhin 19% der Schwangeren waren älter als 35 Jahre bei der Geburt ihres ersten Kindes.

Im Jahr 1989 waren 60% Erstgebärende, 28% Zweitgebärende, aber immerhin knapp 8% Drittgebärende und 2,4% Viertgebärende, Fünft- und Mehrgebärende stellen 1% der Mütter. Die Zahlen aus den Jahren 2012/2013 zeigen entgegen den bundesweiten Zahlen eine Zunahme der Mehrgebärenden auf 49,1 % im Kreißsaal des Städtischen Krankenhauses. Wurden im Jahr 1989 noch 220 Kinder von 1753 per Sectio geboren, somit ein Prozentsatz von knapp 12%, so wurden im Jahre 2012/2013 28,5% aller Kinder per Kaiserschnitt geboren, somit deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 33%.

Die Frauenklinik hat den  demografischen Veränderungen dahin gehend Rechnung getragen, dass im Jahr 2007 ein separater Kreißsaal-OP in unmittelbarer Nähe des  Kreißsaales eingeführt wurde. Darüber hinaus wurden im Jahre 2008 zusätzliche Elternzimmer, mit einer Art „gehobener Hotelausstattung“ eingerichtet, damit werdende Familien gemeinsam für das Ereignis der Geburt in einer angenehmen familienfreundlichen, nicht Krankenhausatmosphäre, die Geburt ihres Kindes erleben können.

Natürlich hat sich auch der Kreißsaal in seiner Gestalt in den letzten 25 Jahren kontinuierlich gewandelt. Das Spektrum der Entbindungsmöglichkeiten wurde um moderne Entbindungsbetten erweitert. Nicht geändert hat sich das über die Jahre bewährte System der selbst organisierten Beleghebammenschaft, welche einen Schichtbetrieb eigenständig als freiberufliche Hebammen am Städtischen Krankenhaus Kiel GmbH organisieren.

Der Kreißsaal der Frauenklinik stellt seit 2000, d.h. auch 2012 und aller Voraussicht nach   auch 2013 mit ca. 1700 Geburten den geburtenreichsten Kreißsaal des Landes Schleswig-Holstein.

Gynäkologische Abteilung hat sich kontinuierlich weiterentwickelt

Neben dem Kreißsaal und der Geburtshilfe, die historisch das größte Standbein der Frauenklinik darstellt, existiert selbstverständlich auch noch eine Gynäkologische Abteilung am Städtischen Krankenhaus. Dabei konnte sich die Gynäkologische Abteilung in den vergangenen 25 Jahren kontinuierlich weiterentwickeln und die beiden großen Trends “Ambulantisierung” und zunehmende Durchführung von “minimal invasiven Eingriffen” vorbildlich umsetzen.

Im Jahre 1995 musste zum Beispiel eine Patientin mit einer Probeentnahme aus dem Gebärmutterhals noch 14 Tage stationär beobachtet werden, so wird dieser Eingriff heutzutage (Konisation) ausschließlich ambulant durchgeführt. Das gleiche gilt für die Entfernung der Gebärmutter, die im Jahre 2013 nahezu ausschließlich über minimal invasive Chirurgie, statt des frühen beschrittenen Weges der Entfernung per Bauchschnitt, durchgeführt wird.  Dabei konnte ebenfalls die Aufenthaltszeit im Krankenhaus von durchschnittlich 14 Tage auf 3 bis 4 Tage reduziert werden. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der stationären Patienten hat sich in den vergangenen 25 Jahren von 9 Tage auf 3,75 Tage reduziert.

So sind im vergangenen Jahr über 1200 Patienten stationär in der Gynäkologie behandelt worden. Dazu wurden 880 ambulante Eingriffe im Krankenhaus durchgeführt.

Neben der minimal invasiven Chirurgie stellt die Tumorchirurgie ein weiteres großes Standbein in der Frauenklinik am SKK dar. Sämtliche Tumorentitäten werden sowohl minimal invasiv als auch offen chirurgisch mit speziell ausgebildeten Teams, ggf. unter Mitnahme der Chirurgie und der Urologen behandelt.

Sollten sich nach Durchführung der Tumorchirurgie Gründe für die Durchführung einer zusätzlichen Therapie, z.B. Chemotherapie ergeben, so werden auch diese Chemotherapien in der Frauenklinik durchgeführt. Zuvor werden alle Fälle von bösartigen Erkrankungen in der interdisziplinären Fallkonferenz des Hauses vorgestellt und die jeweiligen Behandlungspläne festgelegt.

Dieser Entwicklung wurde auch durch die Gründung des Gynäkologischen Krebszentrums(GKZ) im Herbst 2013 Rechnung getragen.

Die Frauenklinik sieht sich nach 25-jährigem Bestehen geburtshilflich und gynäkologisch breit aufgestellt. Trotz der aktuellen Herausforderung, welches das Gesundheitswesen an vergleichbare Kliniken stellt, blickt die Frauenklinik des SKK positiv in die Zukunft.