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Modernisierung in der Radiologie: Der Radiologe kommt früher zu Bild, der Patient schneller zur Diagnose

Seit 7. Februar steht ein Magnetresonanztomograph (MRT) der neuesten Generation in der Radiologischen Abteilung des Städtischen Krankenhauses. Das über 5 Tonnen schwere Gerät  verfügt über eine größere Öffnung und einen kürzeren Magneten, so dass kräftige Patienten und auch Patienten mit Platzangst besser als bisher untersucht werden können.

Leise Hintergrundmusik sorgt für eine ruhige und damit entspannte Atmosphäre für den Patienten. Ein neues Spulenkonzept sorgt für eine hohe Detailschärfe. Damit können wir neue Untersuchungen anbieten wie kontrastmittellose Angiographien und in radiologisch-kardiologischer Kooperation die komplette MRT-Herzdiagnostik.

Neuer Computertomograph (CT) mit geringster Röntgendosis
Seit Januar steht in der Radiologie ein moderner Computertomograph (CT). Das Gerät  vereint modernste Technologien für CT- Untersuchungen mit geringster Röntgendosis und kürzester Untersuchungsdauer. Dies kommt vor allem dem Patienten zu Gute. Modern, leistungsstark und schlagkräftig – dies zeichnet die Radiologie im Städtischen Krankenhaus aus.

Ein wichtiges Thema ist die nochmalige Reduzierung der Röntgenstrahlen. Neue mathematische Verfahren zur Bildberechnung, die so genannten iterativen Rekonstruktionen, können die Röntgendosis erheblich reduzieren. In der Vergangenheit waren diese Verfahren aufgrund hoher Rechenleistungen leider nicht oder nur begrenzt einsetzbar, so dass man sehr lange auf die Bilder warten musste. Mit der neuen CT-Generation kann die Röntgendosis um bis zu 75 % reduziert werden. Ein unschätzbarer Vorteil für die Patienten.

Neue Darstellungstechniken erleichtern die Therapieplanung
Mit der neuen CT-Technik können große Untersuchungsbereiche innerhalb weniger Sekunden von Kopf bis Fuß erfasst werden, was vor allem in der Trauma- und Tumordiagnostik wichtig ist.

Gelenke, Blutgefäße und Darm können dreidimensional dargestellt werden, was nicht nur die Diagnosestellung des Radiologen erleichtert, sondern auch die Therapie- und Operationsplanung. 

Mit der CT-Durchleuchtung sind präzise Punktionen möglich
Die so genannte CT-Durchleuchtung oder CT-Fluoroskopie ist eine Kombination von Röntgendurchleuchtung und Computertomographie. Damit können in Echtzeit – ähnlich wie beim Ultraschall – Punktionen von Organen zur Gewebegewinnung durchgeführt werden. Im Vergleich zu den herkömmlichen CT-Punktionen sind auch Tumoren, die lokal schwierig liegen sehr zielgenau zu erreichen. Der Patient profitiert auch hier von kürzeren Untersuchungszeiten und geringerer Strahlendosis.

Als gemeinsames Projekt von Radiologie und der Klinik für Urologie wird ein neuer, hochmoderner Multifunktionsarbeitsplatz eingerichtet. Mit dem Ultimax-Durchleuchtungsgerät wird ein breites Anwendungsspektrum für radiologische und urologische Untersuchungen möglich. Dazu gehören vor allem Kontrastmitteluntersuchungen des Verdauungstraktes, der Blutgefäße und der Harnwege, sowie Stenteinlagen im Harntrakt. Ein großer Vorteil ist der Einsatz gepulster Durchleuchtung mit einer  75% niedrigeren Strahlenbelastung, was vor allem bei der Untersuchung von Kindern eine wichtige Rolle spielt. Zudem können durch eine tiefe Absenkung der Tischplatte auch ältere Patienten und Patienten im Rollstuhl  einfacher gelagert werden. 

Der Radiologe kommt schneller zum Bild, der Patient früher zu einer Diagnose
Für den Patienten hat der Faktor Zeit einen unschätzbaren Wert. Mit den neuen Geräten stehen nun Untersuchungsdaten schneller zur Verfügung und Wartezeiten werden verkürzt. Der Radiologe, der den Befund erstellt, kommt schneller zum Bild und der Patient bzw. der weiterbehandelnde Arzt früher zu einer Diagnose – dies ist ab April der Fall. Dann soll die Anbindung an ein modernes Krankenhaus- und Radiologie-Informationssystem umgesetzt werden.

Das neue CT-Gerät mit deutlich reduzierter Strahlenbelastung für den Patienten